TKMedienbüro

Neue Präparate: Angeblich zu wenige Daten

Verfasst von: tommasinifire Am: 8. Mai 2011

Wenn in den USA neue Präparate auf den Markt kommen, fehlen angeblich wichtige Vergleichs-Daten, die vielleicht helfen könnten, die Therapie zu optimieren und Geld zu sparen. Zu dieser Schlussfolgerung ist ein Team um den Pharmazeuten Dr. Joshua Gagne von der „Harvard Medical School“ in Boston nach der Analyse der FDA-Unterlagen von 197 Medikamenten gelangt, die zwischen 2000 und 2010 zugelassen wurden. So fehlten zum Beispiel bei fast einem Drittel der Präparate, für die Alternativen verfügbar waren, Studien, in denen der neue Wirkstoff mit bereits erhältlichen Präparaten verglichen worden waren. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille: Die andere Seite ist die, dass solche Daten für immerhin 70 Prozent der neuen Wirkstoffe vorlagen – obwohl die pharmazeutischen Unternehmen nicht verpflichtet waren, solche Daten vorzulegen. Worauf die Autoren der Studie leider nicht eingehen, ist die Frage, ob ein Vergleich zwischen einem neuen Präparat und einem älteren überhaupt in jedem Fall möglich und zielführend ist.

Die im „JAMA“ erschienene Studie wurde vom „Brigham and Women’s Hospital“ finanziert.

Mobilisierung nach Schlaganfall: je früher, desto besser

Verfasst von: tommasinifire Am: 17. Februar 2011

Je früher Schlaganfall-Patienten mobilisiert werden, desto eher erlangen sie auch ihre Gehfähigkeit zurück. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft in einer Pressemitteilung anlässlich einer australischen Studie hin, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Stroke“ erschienen ist. Demnach sollen Betroffene bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Schlaganfall das Bett verlassen – und sei es nur für einen kurzen Moment.

In der Studie kümmerten sich ein Physiotherapeut und eine Krankenschwester in den ersten 14 Tagen in der Klinik intensiv um die Patienten. Mit dem Ergebnis, dass diese früher wieder auf den Beinen waren: Sie benötigten im Durchschnitt nur dreieinhalb Tage, um die ersten 50 Meter zu gehen. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe schafften dies dagegen erst nach sieben Tagen. Zudem konnte ein Drittel der Patienten aus dem Krankenhaus direkt nach Hause entlassen werden – ohne weitere Reha-Maßnahme. „Unter der herkömmlichen Behandlung schaffte dies nur jeder vierte Patient”, sagt Professor Joachim Röther, Erster Vorsitzender der DSG und Chef-Neurologe an der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona. Auch bei den Nachuntersuchungen nach drei Monaten und einem Jahr waren die Ergebnisse günstiger.

Die frühe Mobilisation durch ein professionelles Team innerhalb der ersten 24 Stunden gehört auf zertifizierten Stroke Units in Deutschland bereits zum Standard. „Wir haben diesen Ansatz konsequent in die Behandlung auf unseren Stroke Units eingebunden. Die Studienergebnisse tragen dieses Konzept nun eindeutig mit und zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der DSG und Chefarzt am Kreisklinikum Siegen.

 

Weitere Informationen:

Versorgung von Schlaganfall-Patienten in Deutschland (Link zu einer PDF-Datei)

http://www.dsg-info.de/nachrichten/alle-nachrichten/296.html

Zentrum für Seltene Erkrankungen gegründet

Verfasst von: tommasinifire Am: 30. Januar 2011

Das Universitätsklinikum Bonn hat das erste Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSEB) in Nordrhein-Westfalen gegründet. Ziel des ZSEB ist es, Diagnose und Therapie derartiger Krankheiten voranzutreiben. Am 18. Februar 2011 wird das Zentrum im Beisein von Eva Luise Köhler feierlich eröffnet. Köhler ist Schirmherrin der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE). Betroffene und ihre Angehörigen sind ebenso wie Vertreter der Medien zur Eröffnung herzlich eingeladen. Insgesamt leben in Deutschland drei bis vier Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung.

Als selten bezeichnet man Krankheiten, deren Häufigkeit unter 1 zu 2000 liegt. Bei 80 Millionen Deutschen können also immerhin 40 000 Menschen von einem einzigen derartigen Leiden betroffen sein. Die Anzahl aller seltenen Krankheiten wird auf 5000 bis 8000 geschätzt. Das Universitätsklinikum Bonn arbeitet bereits seit vielen Jahren an der Behandlung und Erforschung einer Reihe seltener Erkrankungen. Dazu zählen etwa bestimmte Epilepsien, Formen des erblichen Darmkrebses, seltene Augenerkrankungen oder angeborene Fehlbildungen des Darmes.

„Die geringe Zahl von Patienten mit einem spezifischen Krankheitsbild bringt eine Reihe von Problemen mit sich“, erklärt Professor Dr. Thomas Klockgether , Dekan der medizinischen Fakultät. „So gibt es in vielen Fällen keine wirksame Therapie, denn je seltener die Erkrankung, desto schwieriger ist die systematische Erforschung.“ Auch wächst die Gefahr von Fehldiagnosen, wenn es nur wenige Experten gibt, die mit den jeweiligen Symptomen genügend Erfahrung haben. Selbst wenn es Behandlungsoptionen gibt, werden sie daher häufig zu spät oder gar nicht verfolgt.

Ein weiteres Problem ist, dass die Erkrankungen oft mehrere Organsysteme betreffen. Aus diesem Grunde müssen Spezialisten unterschiedlicher Fachdisziplinen bei ihrer Bekämpfung eng zusammenarbeiten. Die dafür erforderliche Fachkompetenz ist nur in wenigen großen Zentren versammelt.

Auf der Eröffnungsveranstaltung werden die Leiter der am Zentrum vertretenen Teildisziplinen die von ihnen bearbeiteten Fragestellungen laiengerecht vorstellen. Das Grußwort wird Eva Luise Köhler sprechen, deren Tochter unter der seltenen genetischen Erkrankung Retinopathia pigmentosa leidet. Die Frau des Altbundespräsidenten engagiert sich daher seit Jahren für die Erforschung derartiger Erkrankungen.

Kontakt:
Zentrum für Seltene Erkrankungen Bonn am Universitätsklinikum Bonn
Koordination: Dr. Christiane Stieber
Telefon: 0228/287-51070
E-Mail: cstieber@uni-bonn.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Nettes zu Weihnachten

Verfasst von: tommasinifire Am: 24. Dezember 2010

Verfasst von: tommasinifire Am: 20. Juli 2009

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von Dr. med. Thomas Kron


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